Resuscitation 2018: 4 große Studien wurden vorgestellt

Leider werfen sie mehr Fragen auf als sie Antworten geben und vor allem wurde der Ruf nach mehr Forschung zur Beatmung unter Reanimation laut!

PARAMEDIC 2  Adrenalin gegen Placebo (GB):
Mit Adrenalin 3x soviel ROSC, nur wenig mehr Überleben, gleich viel mit gutem neurolog.Outcome, aber fast doppelt soviele mit schlechtem Outcome.
Auffallend die späte Gabe (erst 15min nach Eintreffen) und das insgesamt geringe Überleben (nur 3 bzw. 2%).

AIRWAYS 2  i-gel gegen Tubus (GB): 
Kein Unterschied bei Überleben und Outcome.
Gleich oft Komplikationen: 25% Regurgitation, 15% Aspiration (interessanterweise bei i-gel öfter während und nach Setzen, bei Intubation vorher).
Ohne Atemweg (in 15 bzw. 22%) besseres neurolog.Outcome.

PART  Larynxtubus gegen Tubus (USA):
Mit Larynxtubus statistisch signifikant mehr Überleben und gutes neurolog.Outcome, allerdings war die Intubation nur in 52% primär erfolgreich, und davon wurden 33% bei Aufnahme im Krankenhaus neuerlich intubiert (?!)

Zum Vergleich die Studie aus dem AKH:
Larynxtubus ist sowohl beim Überleben wie auch beim neurolog.Outcome statistisch signifikant schlechter und macht auch mehr Probleme beim Setzen (15 gegen 2%). Auch in dieser Studie besseres neurolog.Outcome ohne Atemweg.

CAAM  Maske gegen Tubus (Belgien und Frankreich):
Maskenbeatmung mit 30:2-Beatmung ist gleich gut wie Intubation mit kontin.Beatmung, hat aber wesentlich mehr Komplikationen.

Gegenüberstellung der Daten: RESUSCITATION news

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